Fünfzig zu eins

Eine Frage der Verteilung: In Deutschland verfügt die untere Hälfte der Haushalte über etwa ein Prozent des gesamten Nettovermögens.

Quelle: Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, Süddeutsche Zeitung, September 2012

Wie aus der Veröffentlichung des alle vier Jahre erscheinenden Amutsberichts der Bundesregierung hervorgeht, hat sich das private Nettovermögen der deutschen Haushalte allein zwischen 2007 und 2012 um 1,4 Billionen Euro erhöht. Allerdings ist dieses Vermögen sehr ungleich verteilt. So vereinen „die vermögensstärksten zehn Prozent der Haushalte über die Hälfte des gesamten Nettovermögens auf sich“. Die untere Hälfte der Haushalte verfüge hingegen über nur gut ein Prozent des gesamten Nettovermögens. Bemerkenswert ist insbesondere der rapide sinkende Anteil der ärmeren Haushalte am Gesamtvermögen. Besaßen die unteren 50% im Jahr 1998 noch vier und im Jahr 2003 drei Prozent des Gesamtvermögens, ist ihr Anteil bis 2008 auf das besagte eine Prozent gefallen. Neuere Zahlen, die die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Vermögensverteilung einbeziehen, gibt es aktuell noch nicht.

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